Jüdischer Friedhof

     

Shoa-Mahn-/Denkmal am jüdischen Friedhof an der Syker Straße

+++Alljährlich wird von Stadtseite zur Reichsprogromnacht (9.11) an die Shoa (Genozid an den Juden) erinnert
und ein Kranz von der Stadt und ein Kranz von der jüdischen Gemeinde am Denkmal abgelegt+++

Vor 78 Jahren fiel auch die Delmenhorster Synagoge an der Cramerstraße einer Brandstiftung zum Opfer. 
Bei der Gedenkstunde waren neben Oberbürgermeister Axel Jahnz auch Pedro Benjamin Becerra, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Delmenhorst, Alina Treiger, Rabbinerin der Gemeinden Oldenburg und Delmenhorst sowie Enno Konukiewitz, der Vorsitzende des evangelisch-lutherischen Kreiskirchenverbands Delmenhorst.

Anschließend wurde in einem gemeinsamen Gang vom Rathaus zur ehemaligen Synagoge und zum jüdischen Friedhof an der Syker Straße, wo am Mahnmal Kränze niedergelegt wurden.

Letzte Gedenkfeier in 2016 auf buten un binnen und in der lokale Presse:

Rabinerin Alina Treiger sprach in ihrer Rede aktuelle Ereignisse an: „Wir befinden uns in einer Zeit, in der viele Menschen ihre Heimat verloren haben und fliehen!" Eine Zeit, in der Massen den Drang danach verspüren würden, ihr Land vor Eindringlingen zu versperren. Es ertönten wieder die gleichen Parolen wie 'Deutschland den Deutschen' oder 'Ausländer raus'. „Als Jude weiß man, wohin das führen kann. Als Deutscher sollte man das auch wissen“, sagte Treiger und berief sich anschließend auf die Tora, in der deutlich werde, dass kein Mensch das Vorrecht auf ein Land habe, nur weil er dort geboren wurde. „Selbst Adam als erster Mensch wurde nicht im Garten Eden geschaffen, sondern wurde dort hineingesetzt“, sagte sie. Und auch er und Eva seien letztlich aus dem Paradies vertrieben worden und mussten sich eine neue Heimat suchen.

Quelle: http://www.weser-kurier.de/region/delmenhorster-kurier_artikel,-Anwesenheit-von-AfD-Mitgliedern-sorgt-fuer-Eklat-_arid,1492751.html

 

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