>Aramäische Spezialitäten

     

>Aramäische Spezialitäten

Zu den Syro-Aramäischen Spezialitäten/Delikatessen gehören:

Kutle (Getreidegrießknödel mit Hackfleisch vom Rind/Lamm gefüllt), Marga (Zwiebelsuppe mit frischem Lammfleisch) , Schamburakat (Teigtaschen mit Fleischfülle), Lahmadjun (Fleischpizza), Apprache (gefüllte Weintraubenblätter mit Reis und Hackfleisch oder zur Fastenzeit mit Gemüse und Reis), Dolma (gefüllte Melanzani, Paprika, Zucchini), Gabula.
Die Süßspeise-Spezialitäten:
'Oliqe.
Das Lieblingsgetränk
der Suryoye: Daughe (Joghurt-Wasser-Salzdrink), passt super zu Kutle oder Lahmadjun oder auch so zur Erfrischung.

Kutle: Eines der Lieblingsgerichte von Aramäern

Marga: Aramäsiches Traditionsessen zu Weihnachten


MARGA-Zubereitungsanleitung aus dem Buch "Aramäisch Kochen".
Autoren: Lama Dursun, Maria Aslan, Saliba Celik
ISBN 978-3-00-043442-6


"Tirschicke-Matfuniye" Aramäischer Eintopf a la Gabriel: ohne Fleisch beliebt zum Mittwochs- und Freitags-Fasten

Tlauhe: Aramäische Linsensuppe
by Maria Bakir

 

Aramäisches Fladenbrot: Lahmo du Ssyomo-Pida

'Oliqe:
 

Schamburakat:

 

Hashye:

Rozune-Brot:

 Rozune-Brote: Andacht zu Ehren der 40 Märtyrer von Sebastia (Sivas, heut. Türkei)

Brauch: Rozuno-Brot (mit Münze) wird zu Hause an alle Familienmitglieder verteilt am Vorabend des 9. März, d.h. am Abend des 8.März n.d. Abendgottesdienst. Derjenige, der das Brot mit der Münze hat, wird mit dem Spruch beglückwünscht: I Dawla Nafiqo Bqar'uch

Rozuno-Brot (mit Münze) wird zu Hause an alle Familienmitglieder verteilt am Vorabend des 9. März n.d. Abendgottesdienst, also am Montag Abend 8. März," Yaume di Tre 'Assriye". Derjenige, der das Brot mit der Münze hat, wird mit dem Spruch beglückwünscht: "I Dawla Nafiqo Bqar'uch", "du bist der Segen des Hauses"! D.h., der Münzenbesitzer wird ein gu...tes und glückliches Jahr bekommen.

Der Erzählung nach erlitten die 40 Märtyrer unter Kaiser Licinius (308-324) um das Jahr 320 n.Chr. den Tod durch Erfrieren im Wasser eines eiskalten Teiches. Einer der 40 Märtyrer erlag der Versuchung und ging in ein warmes Badehaus neben dem Teich. Für den Abtrünnigen trat ein heidnischer Soldat aus dem Heer ein. Er war durch den Glauben der 39 Märtyrer bekehrt worden. Zum Schluss wurden die Märtyrer teils erstarrt, teils noch lebend verbrannt.

In der Heimat war es auch üblich für jeden Märtyrer 40 Verbeugungen (aram. Burke), d.h. für jeden 40 x 40, also 1600 Verbeugungen zu machen.

Die Frau bzw. die Mutter backte zuhause Rozuno-Brot für jedes Familienmitglied, Tiergruppe, Felder und Weinberge. In einem "Rozuno" versteckt sie eine Münze. Nur sie allein weiß wo sie ist.
Am späten Abend sitzt dann die ganze Familie im Wohnzimmer zusammen. Das Jüngste Kind aus der Familie darf die Brotschüssel nehmen und die Brote verteilen. Es herrscht dabei eine spannende Stimmung.

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