29.3.15 Friedenskreis für verfolgte Christen im Nahen Osten

     

>29.3.2015 Friedenskreis für verfolgte Christen im Nahen Osten

Pressemitteilung zum 2. Friedenskreis bei der Syrisch-Orthodoxen St. Johannes Kirche in Delmenhorst am
Sonntag, den 29. März 2015 um 17.30 Uhr


Delmenhorst, den 30. März 2015

Gemeinschaftsgefühl und bewegende Atmosphäre beim Friedenskreis
Menschenkette aus 150 Personen in der syrisch-orthodoxen Kirche setzt ein Zeichen der
Solidarität


Um die 150 Teilnehmer, darunter neben vielen Mitgliedern der syrisch-orthodoxen Gemeinde,
jüdische und einige Christen von den Schwestergemeinden mit der Landtagsabgeordneten Frau
Annette Schwarz, kamen am 29. März 2015 um 17.30 Uhr zusammen zum zweiten Friedenskreis
in die syrisch-orthodoxe Kirche St. Johannes an der Elsflether Straße um ein Zeichen der
Solidarität zu setzen.
Am Anfang begrüßte Pfarrer Simon Eker die Gäste und danach kam die Rede durch die
Veranstalter des Friedenskreises Herrn Pedro Benjamin Becerra und Frau Anne Frerichs.
Im Anschluß daran hielten sich alle Teilnehmer in der Kirche die Hände zusammen und formten
eine kreisförmige Menschenkette als Zeichen der Solidarität für die verfolgten Christen im Nahen
Osten und als Zeichen des Zusammenhaltes in Delmenhorst.
Zur selben Zeit trug Pfarrer Simon Eker den Psalm 23 in aramäischer Sprache vor.
Danach folgte ein kurzer Situationsbericht zur aktuellen Christenverfolgung und dem neuen
Völkermord gegen Christen durch den IS (anbei) in Syrien und im Irak durch Pfarrer Simon Eker.
Besondere Betonung fand die Entführung von 400 Glaubensgeschwister in Khabour/Nordost-
Syrien am 23. Februar durch den IS, die immer noch nicht freigelassen wurden. Hierzu fand auch
am 7. März 2015 eine Demo in Delmenhorst statt. (Anbei das Flublatt der Demo.)


Zudem bittet die Syrisch-orthodoxe Kirche um Spenden für die Binnenflüchtlinge in Syrien und im
Nord-Irak. Wir versichern, dass jeder Cent die Menschen dort erreicht.

Spendenkonto: IBAN: DE 15 280 671 700 012 444 301 – BIC: GENODEF1GSC, Hilfe für
Flüchtlinge in Syrien und Irak

Bevor die Teilnehmer sich austauschen und begegenen konnten, wurde zum Abschluß noch in
Aramäischer Sprache das „Vater Unser-Gebet“ durch die Diakone der Kirche gesungen.

Fazit: Die Menschenkette in der Kirche unterstrich die bewegende Atmosphäre und das
Gemeinschaftsgefühl der Delmenhorster und Delmenhorsterinnen, gleich welcher Herkunft und
Religion. Zudem wurde auf das traurige Thema der Christenverfolgung im 21. Jahrhundert durch
den IS eingegangen bzw. die Teilnehmer dafür sensibilisiert.
Schade, dass nur wenige Christen von den Schwestergemeinden teilgenommen haben.

Der nächste Friedenskreis wird am 18. April 2015 bei der jüdischen Gemeinde stattfinden.

Für die St. Johannes Kirchengemeinde
Matthias Matay Gabriel (Sekretär)
www.johannes-del.de.to
 


Weitere Berichte:

Nordwest-Zeitung vom 31.3.2015, Seite 37:

Den Zeitungsartikel von der Nordwest-Zeitung vom 31.3.15 hier zum Herunterladen als PDF-Datei:

Online-Link: http://www.nwzonline.de/kirche/gegen-christenverfolgung-und-voelkermord_a_26,0,204829514.html


DK vom 29.3.2015

Erster Friedenskreis in Delmenhorst
Gemeinsam an die Verfolgten erinnert

29.03.2015, 19:30 Uhr
Erster Friedenskreis in Delmenhorst
Gemeinsam an die Verfolgten erinnert


Delmenhorst. Die Polizei wachte im Umfeld der aramäischen Kirche, doch Störungen gab es keine: Rund 100 Menschen beteiligten sich am ersten Friedenskreis.

Manchmal ist es auch unter Freunden gar nicht einfach, das Verbindende heraus zu arbeiten. So gestern am späten Nachmittag in der syrisch-orthodoxen Kirche St. Johannes an der Elsflether Straße, wo anlässlich der Aktion Friedenskreis von der aramäischen Gemeinde angeboten wurde, das „Vaterunser“ nicht nur auf Aramäisch, sondern auch in deutscher Sprache vorzutragen. Doch weil es dieses Gebet so nicht auch im Judentum gibt, kam es dazu nicht.

Kreis in der Kirche statt um die Kirche

Der Friedenskreis, dessen Initiatoren die evangelische Pastorin Anne Frerichs und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Pedro Becerra, sind, erlebte bei den Aramäern eine Premiere. Eigentlich sollte um die gesamte Kirche ein symbolischer schützender Kreis aus Menschen gebildet werden, um Solidarität mit den in Syrien und im Nordirak verfolgten Christen auszudrücken. Doch der Regen verhinderte dies, und die rund hundert anwesenden Personen wären wohl auch zu wenige gewesen. So formierte sich der Kreis in der Kirche, wo Pfarrer Simon Eker auf die Verfolgung von Christen durch IS-Terroristen einging.

Nächster Friedenskreis bei jüdischer Gemeinde

Um die ursprünglich geplanten drei Friedenskreise hatte es im Vorfeld Unfrieden gegeben, weil sich Muslime ausgeschlossen fühlten. Vorgesehen war eigentlich, bei der Erstauflage die Verfolgung der Jesiden zu thematisieren, was wegen eines Todesfalls in deren Gemeinde abgesagt werden musste. Am Samstag, 18. April, soll der nächste Friedenskreis bei der jüdischen Gemeinde auf aktuelle Bedrohungen für Angehörige des Judentums in Europa hinweisen. Mit den muslimischen Gemeinden, so Pastorin Frerichs, habe es keine weiteren Gespräche, den Friedenskreis betreffend, gegeben.

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 29.3.15, Thomas Breuer

Link: http://www.noz.de/lokales-dk/delmenhorst/artikel/561000/gemeinsam-an-die-verfolgten-erinnert


Rede und Situationsbericht von Pfr. Simon Eker mit Spendenaufruf

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